Gedicht 461-480 - scholz-manfred.de

Home Beruf Atelier Currently 2011 - heute 1991 - 2010 1971 - 1990 1957 - 1970 Elefanten - Gedicht 481-500 Gedicht 461-480 Gedicht 441-460 Gedicht 421-440 Gedicht 401-420 Gedicht 381-400 Gedicht 361-380 Gedicht 341-360 Gedicht 321-340 Gedicht 301-320 Gedicht 281-300 Gedicht 261-280 Gedicht 241-260 Gedicht 221-240 Gedicht 201-220 Gedicht 181-200 Gedicht 161-180 Gedicht 141-160 Gedicht 121-140 Gedicht 101-120 Gedicht 81 -100 Gedicht 61 - 80 Gedicht 41 - 60 Gedicht 21 - 40 Gedicht 1 - 20 Ausstellungen Shop

-461-   Elefant              „Ratlos“

-462-   Elefant              „Der Wandel“

-463-   Elefant              „Geistige Isolierung“

-464-   Elefant              „Kleiner Ausweg“

-465-   Elefant              „Neue Orientierung“

-466-   Elefant              „Wassermangel und Hitze“

-467-   Elefant              „Zeit und zeitlich“

-468-   Elefant              „Change, genial“

-469-   Elefant              „Karl macht Mut“

-470-   Elefant              „die Akzeptanz“

-471-   Elefant              „Sucht Befreiung“

-472-   Elefant              „Das Weltbild“

-473-   Elefant              „Der Kreislauf“

-474-   Elefant              „Erfahrung am Meer“

-475-   Elefant              „Die Orbit-Planung“

-476-   Elefant              „Bis zuletzt“

-477-   Elefant              „Verbändern hilft“

-478-   Elefant              „Schnelles Ende“

-479-   Elefant              „Warum, alles schnell?“

-480-   Elefant              „Selbstkorrektur“


-461- „Ratlos“

 

Der Elefant sagt, das Gute und das Heile,

gemeinsam produzieren Langeweile.

Das Schlechte und das Böse,

produzieren große Angst und Öde.

 

Darum ist allenthalben nun  zu sehen,

es existiert ein Mix im Weltgeschehen.

Der Kampf, der wogt auf allen Seiten,

beschert  Abwechslung und schwere Zeiten.

 

Mal ist im gesamten Zeitgeschehen,

Gutes, dann mehr Schlechtes zu sehen.

Je nachdem, wo man gerade lebt,

wird geerntet, was man dort sät.

 

Das heißt dann, das waren gute Zeiten,

leider gibt es dann wieder andere Seiten.

Dann wird gesagt, ihr lieben Leute,

es ist so schlimm, eine Zeit, wie heute.

 

Das Geschick und das, was ich sollte,

ich wusste auch nicht, was ich so wollte.

So geht sie vorbei, die Zeit, die ich vermute,

die Zeit, die benannt, als böse und als gute.

 

Ich kann von Glück gesamt nur sprechen,

wenn Gutes überwiegt und nicht die Schwächen.

Als Elefant, bekomme ich die Krämpfe,

es ist bei mir, dass ich für Optimismus kämpfe.


-462- „Der Wandel“

 

Der Elefant sagt, leider bin ich sehr schüchtern,

es kommt, wie ich meine, bin immer nüchtern.

Wenn ich mir, mal einen reinzische,

bin ich locker und tanze auf dem Tische.

 

Da fragt mich Karl, was das denn soll,

und fragt noch nach, ist das denn toll.

Was ich damit denn wohl bezwecke,

ich habe doch Probleme, bis zur Decke.

 

Ich sage zu mir, Karl hat wohl Recht,

es geht mir meistens, doch recht schlecht.

Wenn ich auch noch anfange zu Saufen,

werfe ich das Wenige, noch über den Haufen.

 

Karl sagt mir, es fehlt das Aufbautraining,

ich tue für das Selbstbewusstsein zu wenig.

Der Hippo hat eine Schule, so mit Papageien,

die wird mich von der Schüchternheit befreien.

 

Seit ich diese mache, ist es nicht beim Alten,

ich  kann den Mund nicht mehr halten.

Ich rede ununterbrochen, wie ein Idiot,

man droht mir jetzt mit Sprachverbot.

 

Ich merke jetzt, ich kann es sehen,

man kann auch jedes anders drehen.

Löst man etwas, und das gekonnt,

kommt das Nächste hoch, am Horizont.


-463- „Geistige Isolierung“

 

Der Elefant war unsicher im Text,

es schien ihm diesmal, wie verhext.

Kein Wunder, seine Kraft war karg,

so alles sich im tiefen grau verbarg.

 

Er merkte, so konnte es nicht bleiben,

er müsste sich streng vorwärts treiben.

Er fand, das ist ein starkes Stück,

der Status quo warf ihn zurück.

 

Er sah es überall, auch innen,

er sah die Freunde geistig schwimmen.

So antriebslos, so ohne Fortüne,

ging ihre Zeit, gar lähmend hin.

 

Es war gefragt, bitte nicht zu spät,

wir brauchen mehr die Kreativität.

Wir müssen vertreiben die Gespenster,

weit öffnen, für Frischluft, unsere Fenster.

 

Ein Blitz mag das Alte doch zertrümmern,

darum werde ich mich nicht kümmern.

Als Elefant habe ich die smarte Vision,

die Kreativität besteigt den Thron.

 

Die Beiden, Karl und Hippo, werden es richten,

auf alles was nicht wichtig, auch verzichten.

Sie blicken mit mir in die Ferne,

wir fangen ein, uns viele Sterne.

 

Da fällt uns eine alte Weisheit ein,

die geht in Geist und Herz hinein.

Es fällt nicht schwer zu unterscheiden,

Stern und Straße, diese beiden.


-464- „Kleiner Ausweg“

 

Dem Elefant blieb es zurzeit verborgen,

den Karl plagten wohl die Sorgen.

Karl war zuletzt so verschlossen,

er wirkte wie ein Pudel, der begossen.

 

Jetzt war viel Fingerspitze gefragt,

viel Psychologie, damit er was sagt.

Karl, ist dein Schmerz auch zu beheben,

nein, einfach nicht, so und von wegen.

 

Doch sage ich, der Hippo ist der Grund,

der ist für mich ein falscher Hund.

Wir wollten beide, er und ich, als Karl,

den Weg so gehen, der sehr schmal.

 

Wir wollten unseren Ruhm  mehren,

der sollte uns für immer ehren.

Ich gab dafür mein ganzes Vermögen,

Hippo sollte das Gleiche darauf legen.

 

Jetzt bin ich der dumme Hund und Depp,

seit kurzer Zeit ist Hippo weg.

Das habe ich nicht von ihm gedacht,

er hat sich mit dem Geld davon gemacht.

 

Ich habe gehört, nicht irgendwas,

er spielt den Macker in Las Vegas.

So ist das ganze Projekt gestorben,

mir bleiben nur noch finanzielle Sorgen.

 

Als Elefant brauche ich für meinen Sieg,

einen wie dich, Karl du bist ein Typ.

Da komme, was auch immer wolle,

bei mir bekommst du die Hauptrolle.

 

In meiner Show vom Elefanten,

die Show mit meinen Trabanten,

Karl, du gehst da die Treppe hoch,

und singst den Song, Hippo, du bist doof.


-465- „Neue Orientierung“

 

Der Elefant sagt, ich bin auf der Höhe der Zeit,

ich arbeite digital mit Bit und Byte.

Ich habe alles voll im Griff,

dem Algorithmus gebe ich den Schliff.

 

Ich habe alles großartig gesichtet,

mit Karl all die Daten eng verdichtet.

Darüber hinaus kann ich gut spionieren,

und so kann ich auch, das mit den Viren.

 

Meine Fähigkeit ist wirklich nicht karg,

für mich ist offen, das Netz, das Dark.

Vom Gesetz werde ich nicht erkannt,

dafür habe ich viel zu viel Verstand.

 

So sind die Dimensionen stark verschoben,

es weiß so keiner, was ist unten und was oben.

All das was analog war, ist so fassbar,

ist nun indifferent und nicht belastbar.

 

Es ist so alles auf den Tisch,

glatt nicht greifbar, wie ein Fisch.

Es folgt daher Gesetz auf Gesetz,

das soll helfen, und das jetzt.

 

Doch wieder zerplatzt der Gesetzestraum,

alles nicht fassbar, war nur bloßer Schaum.

Als Elefant hat das alles für mich keinen Sinn,

die Orientierung ist für mich so völlig hin.

 

Karl sagt mir, lass doch deinen Verdruss,

nun hat er einen neuen Algorithmus.

Karl kam mir vor, wie voll besoffen,

es hat ihn wohl auch arg getroffen.


-466- „Wassermangel und Hitze“

 

Der Elefant  war matt und schlapp,

das Wasser wurde ihm recht knapp.

Er sah nun auch, das war schade,

der Hippo war ausgiebig beim Bade.

 

Das diese so gezeigte Dreistigkeit,

die Hippo zeigte, ging zu weit.

Bei Wassermangel nicht zu sparen,

bringt doch für alle große Gefahren.

 

So ging er zu Hippo, mal schnell hin,

und fragte nach dem ganzen Sinn.

Der Hippo sagte, mir ist das alles gleich,

„meine Haut ist zart und weich“.

 

Ich brauche für die Haut den Schutz,

sonst ist die Gesundheit wirklich futsch.

Als Elefant wirst du es nicht erfassen,

den Sonnenschutz finde ich im Nassen.

 

Die Kühlung ist für Hippos lebenswichtig,

aufs Baden sind sie äußerst süchtig.

Du als Elefant, mit deiner dicken Haut,

bist für Sonne und die Hitze mehr gebaut.

 

Du kannst mir aber Schatten spenden,

damit können wir das Gespräch beenden.

Gib mir Schatten, als Großer in der Hitze,

ich muss vermeiden, dass ich schwitze.

 

Bitte saufe mir den Pool nicht leer,

dann kann ich wirklich gar nicht mehr.

Ich werde vorsichtig mit dem Baden sein,

und hoffe nur, du kommst nicht noch rein.


-467- „Zeit und zeitlich“

 

Der Elefant fand nicht den Kniff,

die Zeit zu bekommen, in den Griff.

Es fehlte ihm die Zeit an allen Enden,

er konnte dieses Problem nicht wenden.

 

Er wollte das Problem doch lösen,

das alles, ob im Guten oder Bösen.

Die Zeit, die sollte sein unendlich,

dafür wollte er sich zeigen, sehr erkenntlich.

 

Er dachte, die Zeit einfach zu speichern,

und nach Bedarf, für sich anzureichern.

Er nimmt sich davon, dann was mehr,

dann ist der Zeitvorrat nicht leer.

 

Der Karl sagt, dieser Gedanke ist ihm öd,

die Zeit im Vorrat, das ist doch blöd.

Die Zeit ist nicht zu konditionieren,

wann wirst du das endlich kapieren.

 

Die Zeit ist in ihrem Ablauf aktuell,

sie kennt nicht langsam oder schnell.

Das was sie uns bringt, ist Gefühl,

ist persönlich, das mal wenig oder viel.

 

Bei Langerweile, ist Zeit überflüssig,

Angst und Not, macht Zeit  unterschüssig.

Wir können drehen, wie wir es wollen,

es heißt doch immer, nur wir sollen.

 

Karl, als Elefant muss ich einsehen,

ich kann nur mit der Zeit vorwärts gehen.

Ob ich es will, ob mir es passt,

es ist die Zeit, die du nicht hast.


-468- „Chance, genial“

 

Der Elefant sagt, am liebsten wäre ich gegangen,

und hätte wieder neu angefangen.

Der dauerhafte gleiche Tritt,

nimmt mich nervlich richtig mit.

 

All meine Fähigkeiten und mein Können,

kann ich auf einmal gar nicht nennen.

Ich bin im Ganzen sehr kreativ,

das einerlei, ist mir wie Mief.

 

Das Lösen von Spezialproblemen,

das kann mir doch wohl keiner nehmen.

Ich habe Brücken oft gebaut,

immer mir den großen Wurf getraut.

 

Auch neulich bin ich durchgestartet,

es kam von mir, mehr als erwartet.

Ich habe das gesamte System der Werte,

gecancelt, es war für mich das verkehrte.

 

So wird nun das Ganze neu gedacht,

Fehler, die werden nicht mehr gemacht.

So alles neu und das viel mehr gerecht,

man sagte mir, das ist nicht schlecht.

 

Als Elefant habe ich nun erreicht,

für alle ist es doch mehr leicht.

Meine gezeigte Genialität ist zu erkennen,

ich muss das System nur neu benennen.


-469- „Karl macht Mut“

 

Der Elefant sagt, es sind die vielen Gedanken,

die machen matt und mich zum Kranken.

Das Überlegen und das zu viele Denken,

führt mich nicht weit, kann ich mir schenken.

 

Manchmal habe ich hin und her gedacht,

und anschließend es doch falsch gemacht.

Das Ganze hin und her ist nicht normal,

nein ich behaupte, es ist fatal.

 

Das Ende immer klar zu wissen,

und gleich die Siegesfahne hissen,

das steht uns allen gar nicht gut,

es fehlt dabei, das Risiko, der Mut.

 

Als Elefant habe ich den Karl gefragt,

was er zu diesem Komplex wohl sagt.

Er sagte, beides muss man schließlich können,

den Geist bewegen und das Problem benennen.

 

Das geht, hat er klar rausdefiniert,

überlegt muss werden, dass man es kapiert.

Doch muss ein Mix im Kopf entstehen,

solch Kombi ist im Erfolg zu sehen.

 

So bin ich als Elefant, das meinte Karl,

mit Denken und das ist ganz normal.

Doch mit dem Grübeln und dann Schwanken,

bringt nicht Erfolg, sind nur Gedanken.

 

Karl hat mir damit Mut gemacht,

und darauf bin ich aufgewacht.

Ich fasse jetzt gedanklich den Entschluss,

und mache daraus dann, ein Muss.


-470- „die Akzeptanz“

 

Der Elefant war sehr sensibel,

d.h. er war auch sehr penibel.

In vieler Hinsicht ist es doch zu viel,

stopp ich das nicht, werd `ich debil.

 

Es gibt für alles Grenzen und auch Zeichen,

sonst ist für mich nichts zu erreichen.

Im expositionierten Leben zu verbringen,

entfernt mich von profanen Dingen.

 

So habe ich alsbald im Leben, so gemerkt,

das Kontakt zur Basis doch sehr stärkt.

Abgeschottet, ohne Karl und Hippo,

macht mir so kein Spaß, das sowieso.

 

Ich habe mich doch sehr besonnen,

und habe Kontakt, dort aufgenommen.

Wo das Herz des Volkes schlägt,

das beschäftigt mich nun unentwegt.

 

Ich will es nicht mit Dauer-Loosen,

nicht immer nur mit den Defusen.

Ein Mix von Urbanität und Intellekt,

das wär`s für mich, ist sehr perfekt.

 

Die Praxis mit sensibel, oder so,

ist mehr als nur der status quo.

Für mich schwappt damit das Leben,

ich nehme viel und kann auch geben.

 

Der Hippo und der Karl haben verstanden,

es kam ihnen der Freund nun nicht abhanden.

Sie schätzen mich, obwohl sensibel,

sie nehmen mir das gar nicht übel.


-471- „Sucht Befreiung“

 

Der Elefant sagt, ich fühle mich, wie stranguliert,

bis jetzt habe ich es nicht kapiert.

Es war mein unzähliges selbstbetrachten,

das mich dauerhaft wird überfrachten.

 

Das alles ist mal auch zu stoppen,

und nicht zu weit zu treiben und zu toppen.

Es war doch selbst für Elefanten zu viel,

das macht mich langsam doch debil.

 

Ich kann nicht mehr, mein lieber Karl,

du bist für mich so rettend, wie ein Kral.

Ein Hort der Zuflucht und des Entrinnens,

ich will das du es bist, das mein Besinnens.

 

So ist mein Trachten, zu dieser Zeit,

wir machen eine große Pause, dies zu zweit.

Die Fesseln fliegen weg, in hohem Bogen,

wir wurden mit dem Materiellen doch betrogen.

 

Wir werden finden, erholsame Gedanken,

es ist dann viel Zeit, nicht mehr zu wanken.

Der Ausgleich im Charakter und im Handeln,

lassen uns gemeinsam in das Neue wandeln.

 

Wir brechen aus, aus alten Schwächen,

gemeinsam werden wir mit Brillanz bestechen .

Wir erfinden neue Gedanken und Strukturen,

hinterlassen dann, die genialen Spuren.

 

Ich lasse mich nicht mehr strangulieren,

die Freiheit muss ich nur selbst generieren.

Wenn mir das alsbald ganz stark gelingt,

dann sage ich mir, ja das ist mein Ding.


-472- „Das Weltbild“

 

Der Elefant sagt, die Oberfläche ist mir wichtig,

die Tiefe dessen ist mir nichtig.

Zuerst, da wollte ich doch alles ganz begreifen,

dann gehöre ich, so dachte ich, zu den Reifen.

 

Doch allenthalben sah ich ein großes Spiel,

Vernunft und Gehalt, sie galten gar nicht viel.

Der Schaum, das Seichte und das was billig,

war anerkannt, konsumiert, fleißig, so willig.

 

Die Oberfläche abgebildet, in der großen Fläche,

war das Bild, obwohl in seiner ganzen Schwäche.

War die Kultur, mit der man protzte,

doch sehr banal, das man drauf kotzte.

 

Es war das, was man lernen und machen musste,

so wie der Schorf auf der wunden Kruste.

Es war alles so dünn, schwach und überzuckert,

so wie, als wenn ein Schlammloch blubbert.

 

So habe ich letztendlich, als kluger Elefant,

das Täuschen und das Tricksen bald erkannt.

Ich musste es lernen, und damit durchstarten,

Solidität und Verlass bringt mir nur Scharten.

 

So bin ich jetzt nicht mehr verlässlich zu ergreifen,

als geistiger Plattfisch gehöre ich jetzt zu den Reifen.

In Kolumnen, in der Welt der sozialen Presse,

haue ich drauf, voll anderen auf die Fresse.

 

Das ist nicht seriös, doch von allen gern gesehen,

meinen Mantel muss ich nach dem Mainstream drehen.

Gestern wurde ich nun wieder hochdekoriert,

man sagt von mir, der hat es voll kapiert.


-473- „Der Kreislauf“

 

Der Elefant sagt, es kommen bestimmt die Zeiten,

die Zeiten, da mir fast alles wird entgleiten.

Zuerst ist es daran schon bald zu sehen,

dass die Kinder aus dem Hause gehen.

 

Auch habe ich im Beruf vieles doch bestimmt,

nun kommt die Zeit, dass man mir das nimmt.

Man sagte immer von mir, ja der kann`s,

nun ist die Zeit vorbei, mit meiner Dominanz.

 

Das klare Wort von mir, in manchem Hause,

so oft geführt, nun sagt man: Mach mal Pause.

Es ist der Wert, den man mir so nimmt,

ich fühle mich nun mehr, wie abgedimmt.

 

Ich frage mich, woher kommt denn die Schmach,

ich finde raus, es rücken andere nach.

Was ist denn nun wohl die richtige Erklärung,

es ist unvermeidbar, Neue sind die Währung.

 

Als ich Elefant ging es lange für mich bergauf,

auf hohem Niveau folgte dann der Dauerlauf.

Plötzlich war es vorbei, ich nicht mehr hopp,

von da an, gab es für mich den Stopp.

 

Es folgen schon, dann schwere Zeiten,

alles Können und Erreichtes sind am Entgleiten.

Ich versuche das, was möglich ist zu halten,

das ist doch schwer, bei einem Alten.

 

Das Entgleiten ist, wie mit einem Fluss-Sediment,

erst angehäuft, schließlich ins Meer hinaus geschwemmt.

Es ist das eine weg, so wie fort geweht,

der Kreislauf wird so wieder neu gedreht.


-474- „Erfahrung am Meer“

 

Der Elefant sagt, ich fuhr hinauf zum Norden,

da ist das Land sehr eben und ganz platt geworden.

Für einen Elefanten, ist so eine Ebene doch neu,

besonders erfreut hat mich das viele Heu.

 

Doch plötzlich endete abrupt das Land,

es war dann Schluss, es kam nur noch der Strand.

Man fragte mich, ob ich es nicht wüsste,

ich sollte mir merken, hier ist die Nordseeküste.

 

Zunächst dachte ich, hier ist ja alles leer,

nein, im Gegenteil, mehr als das, ein großes Meer.

Ich konnte es zunächst gar nicht so fassen,

so voll das Ganze, mit dem Nassen.

 

Und das Wasser fiel auch teilweise weit zurück,

und sichtbar war, ein nasses graues Stück.

Man sagte mir nun, da bist du wohl platt,

wir sagen dazu, das ist einmal wieder unser Watt.

 

Von Zeit zu Zeit, das muss ich lernen,

macht das Meer mal Schluss, um sich zu entfernen.

Dann ist das Watt nur noch ein grauer Schlick,

das Meer kommt danach, wieder zurück.

 

Ich habe das noch nicht gesehen in der Steppe,

im Norden sagt man, dazu stets, Flut und Ebbe.

Ich finde es hat sich für mich doch sehr gelohnt,

ich weiß nun, dass das Meer sich nicht schont.

 

Ich tauche auch gerne tief, so bis zum Hals,

dabei schmecke ich, das Wasser und das Salz.

Weil ich das alles, so schön auch finde,

gefällt mir nicht nur Meer, auch seine Winde.


-475- „Die Orbit-Planung“

 

Der Elefant sagt, Hippo wollte sein so hipp,

er sprach, wir kreisen bald im Orbit.

Die Ellipsenbahnen haben mich stets angezogen,

es wäre schön, wenn wir darauf geflogen.

 

Ich sagte Hippo, bist du nicht zu schwer,

der Raketenantrieb gibt nicht so viel her.

Der Schub, sich von der Erde zu entfernen,

das alles steht noch in den Sternen.

 

Die Energie von E=m.c im Quadrat,

steht für uns doch nicht parat.

Ja, da vergeht die ganze Lust,

weil zu wenig, von uns gewusst.

 

Wir müssen mehr uns irdisch orientieren,

wollen wir uns, nicht so ganz blamieren.

Hippo, wir fassen es gemeinsam an,

und stehen dabei jeder unseren Mann.

 

Das alles wird nun gemeinsam getan,

wir machen es auf russisch,wie in Kasachstan

Dort können wir den Flug der Rakete buchen,

und müssen nicht erst aufwendig suchen.

 

Doch können wir es nicht vermeiden,

im Training dafür, heißt es leiden.

Besonders Dicke, wie du der Hippo,

ist es schwer, die Pfunde machen dich nicht froh.

 

Der Flug im Orbit ist etwas für Athleten,

er erfordert Sportler, das sind Asketen.

Es wird viel Disziplin von uns verlangt,

da kann nicht jeder fliegen, der ein Schrank.

 

Jetzt, Hippe laufe eine große Runde,

wie gesagt, es geht jetzt um deine Pfunde.

Ich glaube, ich habe mich weit vorgewagt,

von mir habe ich noch gar nichts gesagt.


-476- „Bis zuletzt“

 

Der Elefant sagt, mal hat das Leben eine Delle,

mal schwappt es über, wie die Welle.

Das Ganze ist für uns nicht eben,

vielleicht ist es die Würze, so im Leben.

 

Es gibt dann diese, die besonderen Zeiten,

die dann erfordern, von uns spezielle Fähigkeiten.

Denn das Einerlei ist letztendlich spröde,

es bedeutet für uns, die emotionale Öde.

 

Wir haben uns daran doch gewöhnt,

und mit Ebbe und mit Flut versöhnt.

Wir sind das mit Tag und Nacht gewohnt,

der Rhythmus hat uns sehr betont.

 

Es ist das ewige Spiel von den Naturgewalten,

mit denen wir leben müssen und gestalten.

So trifft uns auch, was oft nicht vorgesehen,

wir müssen unseren Weg zu Ende gehen.

 

Aus alledem folgt wohl der Schluss,

wir unterliegen alle einem Muss.

Der eine Ausweg, ist uns nicht gestattet,

es gilt der Kampf bis du ermattest.

 

Am Ende sind die Dellen und die Wellen,

mal geschafft, bis wir daran zerschellen.

Weil unsere Kraft ist dann verschwunden,

zu sehr waren wir doch dem System verbunden.


-477- „Verbändern hilft“

 

Der Elefant sagt, vieles müsste ich ändern,

doch das mache ich jetzt mit Bändern.

Das ist wie das da, mit den Netzen,

die können helfen, was da fehlt ersetzen.

 

Meine Bänder sind den Netzen adäquat,

sie sind das, was mir viel erspart.

Wenn es sich, nicht wie geplant, so ändert,

so ziehe ich daran, ich bin ja sehr verbändert.

 

Der Hippo sagt, das ist nicht ganz modern,

ich wäre doch sehr von den Mainstream fern.

Vernetzt heißt das, für uns doch heute,

verbändert verstehen gar nicht die Leute.

 

Mir ist`s egal, wenn es für mich funktioniert,

meistens funktioniert es, wie geschmiert.

Denn was von mir ist eingebunden,

wird von mir auch wieder aufgefunden.

 

Bei mir letztens gab es ein Problem,

doch ich konnte keine Lösung dafür sehn.

So spielte ich sehr klug mit meinen Bändern,

und ruckzuck konnte ich so alles ändern.

 

Mein lieber Freund, sei doch mal klüger,

gehe doch hervor, als großer Sieger.

Das kannst du nur mit Netzwerken erreichen,

das mit den Bändern macht es desgleichen.


-478- „Schnelles Ende“

 

Der Elefant sagt, was soll denn das,

es gibt wohl bei allem gar kein Maß.

Alles, was ich höre, ist nur Quatschen,

es heißt, der Wohlstand der muss wachsen.

 

Ich sehe nur die Halden und die Berge,

groß der Abfall, und die Menschen sind wie Zwerge.

Es wächst das Unsinnige auch immer schneller,

ich dachte, das des Menschen Hirn ist heller.

 

Wir haben wohl bei Allem übertrieben,

für die Nachwelt, nein, es bleibt nichts liegen.

Es wird geschröpft und total verbraucht,

exzessiv, damit auch der letzte Schornstein raucht.

 

Und plötzlich wird uns allen doch bewusst,

das führt zum Ende, das gibt den Frust.

Die Ökonomen plötzlich werden wach,

es geht so alles runter, in den Bach.

 

Muss Wachsen sein, die Weltmaxime,

ich sehe jetzt nur selten mal ne`Biene.

So sagt die ganze Natur uns Tschüss,

sie fanden alle unser Handeln mies.

 

So endet eine Welt, die langsam war entstanden,

weil nicht fähig waren, die Probanden.

Es kam, was mühsam entstand, zum Ende,

der Absturz war rasant, es war die letzte Wende.


-479- „Warum, alles schnell?“

 

Der Elefant sagt, ich will ihn gar nicht verrücken,

Karl, deinen Standpunkt, vielleicht nur überbrücken.

Du sagst, dein Standpunkt der steht fest,

der gilt auch, bis zum Lebensrest.

 

Ich finde das irgendwie, doch wenig flexibel,

in der schnellen Zeit, ist das doch übel.

Du versäumst Zeit und die Moderne,

der Wandel bei dir, rückt in weite Ferne.

 

Die Menschen sind stets Neues zu erfinden,

Karl, willst du dich an alte Zöpfe binden?

Du kommst doch gar nicht mehr so mit,

dann ist es vorbei, mit deinem Fortschritt.

 

Als Karl, wird mir nun doch bewusst,

das bedeutet alles dann Verlust.

Zumal mein Denken ist genial,

mir wird die Basis doch zu schmal.

 

Ich mache jetzt mal einen neuen Plan,

und gehe offensiv an alles ran.

Vom Alten will ich mich entfernen,

will mehr nun die KI erlernen.

 

Wir müssen gründen alle ein Startup,

ich hoffe, Hippo macht dabei nicht schlapp.

Eine Plattform so ganz „up“ und professionell,

bei uns gibt es die Zukunft ganz aktuell.

 

Ich wundere mich selbst, über mein Handeln,

und das Spontane in meinem Wandel.

Aber bitte nehmt es mir nicht übel,

ich bin von nun an, wohl überflexibel.

 

So werde ich das neue Zeit-Idol,

die Frage ist aber, ist mir dabei wohl?

Mein Schritt ist  ziemlich eklatant,

ich hoffe, ich werde nicht verbrannt.


-480- „Selbstkorrektur“

 

Der Elefant sagt, leider bleibt mir nichts erspart,

jetzt reagiere ich schnell und knall hart.

Der Hippo, der ist wohl krank, wirkt durchgedreht,

er schreit  andauernd „es ist zu spät“.

 

Er ist der Gegenwart vollkommen entrissen,

er will nichts mehr von allem wissen.

Er schreit nur immer,“ raus, raus, raus,

ich halte es hier nicht länger aus.“

 

Das ist nun ein schnell zu lösendes Problem,

ich bin gefordert, dieses auch im Handumdreh`n.

Meine Kräfte heißt es, voll zu konzentrieren,

für mich heißt es, ihm knallhart eine schmieren.

 

Knallhart, das tut meistens gar nicht Not,

doch wenn einer durchzudrehen droht,

muss ich hinlangen, ohne viel nachzudenken,

ich muss mir tiefes Überlegen schenken.

 

Erstaunt war ich, das hat doch gleich gegriffen,

Hippo war darauf doch etwas verkniffen.

Aber schnell folgte, das fast wie ungefragt,

das zurück, zu der ganz normalen Art.

 

Etwas konsterniert bin ich im Grunde jetzt,

auch innerlich, doch mehr als leicht verletzt.

Der Hippo ist doch mein Freund und Gefährte,

der war und ist für mich, der Bewährte.

 

Das knallhart muss für mich sein die Ausnahme,

wie der Kuchen, der garniert mit Sahne.

Doch was soll ich machen, ich habe es verstanden,

mir kam ein anderer Weg, doch schnell abhanden.

 

Ich muss arbeiten an meiner Selbstkontrolle,

sonst fall` ich wieder sogleich aus der Rolle.

Mit meinem Vorsatz, der mich gottlob,

weiter bringt, hin zu einem Philanthrop.